Das Frühstück ist die Basis!

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Dank ihn bekommen wir eine Portion Energie und Nährstoffe, von denen unser Organismus den größten Teil des Tages lebt. Daher ist es wichtig, bewusst die Zutaten zu wählen.

 

Isst du manchmal kein Frühstück? Oder isst du es nicht regulär? Das ist der erste Schritt zu Übergewicht. Wenn wir auf das Frühstück verzichten und nüchtern unseren Verpflichtungen nachgehen, werden wir gegen Mittag hungrig. Unser Organisums schlägt wegen Unterzuckerung Alarm und wir ergänzen diesen Mangel mit einem Schokoriegel oder Kuchen. Nachmittags erwischt uns die nächste Fressattacke; wir essen ein schnelles Mittagessen und vor dem Schlafengehen ein üppiges Abendbrot, am nächsten Tag haben wir früh keine Lust auf Frühstück... Auf diese Art gewöhnt sich unser Organismus an größere Kalorien- und Zuckerportionen – das bewirkt, dass er das Fett ablagert.

Das Frühstück liefert uns nicht nur Energie, die so wichtig für den Tagesanfang ist, sondern weckt unsere Aktivitäten und steigert die Konzentration. Daher sollte das Frühstück 40% des täglichen Kalorienbedarfs decken (1). Wie soll ein Frühstück nahrhaft und gleichzeitg nicht säuerlich und kein Dickmacher sein?

Ein normales Frühstück verbinden wir mit einem Butterbrot oder Müsli mit Milch. Das Menü ist natürich besser als Schokoriegel – es ist jedoch möglich was Besseres und Gesünderes zusammenzustellen.

Die Überzeugung, dass zum Frühstück Backwaren, Milch oder Eier gehören, kommt aus Gewohnheit. Ein Frühstück kann anders aussehen; es lohnt sich die eigene Vorstellungskraft anzuwenden und ein bisschen zu experimentieren.

 

Eiweißeinschränkung

 

Unser täglicher Eiweißbedarf ist vom Alter und dem körperlichen Zustand des Organismus abhängig (größerer Bedarf bei Kindern, Jungendlichen und schwangeren Frauen). Ein erwachsener Mensch, gesund und mit richtigen Gewicht sollte 0,8 – 1,0 g Eiweiß pro 1 kg Körpermasse zu sich nehmen. Z. B. in einer Diät für eine Person, die 70 kg wiegt, sollen täglich (24 Stunden) 56 bis 70 g Eiweiß sein. So viel Eiweiß beinhalten z. B. 2 Rühreier. Somit soll der tägliche Energiebedarf in 15-20% durch Eiweiß gedeckt werden. Der Eiweißüberfluss ist schädigend für den Organismus. Die Kuhmilch mit sehr hohen Eiweißanteil – das Kasein, gerinnt unter der Wirkung von Magensäure in eine Substanz wie Quark.  So ein Quark bedeutet für unseren Verdauungstrakt eine ernste Herausforderung: milchiger Quark beklebt andere Nahrungsteilchen im Magen und macht ihre Verdauung unmöglich (2). Bei wiederholtem Male kann das zu Störungen im Verdauungstrakt führen.

 

Beim Eiweißstoffwechsel entstehen übermäßige Mengen Harnsäure, die in Gelenken abgelagert wird und dort Enzündungen verursacht. Außerdem werden Verbindungen geschaffen, die Nieren und Leber zerstören und zu ihrer Insuffizienz führen. Zusätzlich leiden viele Menschen unter Allergie auf Eiweiß, das vor allem in Milch und Fischen vorhanden ist (3). Wenn wir unsere Diät auf Fleisch, Milchprodukte und Eier bauen, liefern wir uns zu viel Eiweiß. Zusätzlich versäuern wir unseren Organismus, da diese Produkte Säure bilden, dadurch werden wir dicker. Nüsse, Grützen oder Bohnen sind gesündere Eiweißquellen  als Milchprodukte, Eier und Fleisch. Sie führen auch nicht zur Übersäuerung wie die Anderen.

 

Wieso ist es günstig, auf Brot zu verzichten?

 

Das Frühstück ohne Brot, Milch und Eier ist nicht nur möglich, sondern auch gesünder. Wie schon erwähnt wurde, stören Milchprodukte, Eier und Brot (vor allem mit Weizenmehl) das Gleichgewicht zwischen Base und Säure im Organismus, was zu Ablagerungen des Fettgewebes führt (4). Backwaren (sogar Vollkorn) beinhaltenauch den sehr schädlichen Stoff Gluten (5). Wenn wir die Backwaren durch andere Inhaltstoffe ersetzen, übersäuern wir unseren Organismus nicht und wir können ihm die gleichen Nahrungstoffe (Eiweiß!) mit mehr Spurenelementen und Vitaminen liefern.

 

Das Brot beinhaltet auch das für unseren Organismus sehr schädliche Küchensalz. Wie die britischen Forscher berichten, kommt 18% des  durch uns konsumierten Salzes aus Brot. In ungefähr einem Viertel der untersuchten Brote fand man soviel Salz wie in einer Chipspackung (6). Große Mengen Salz befinden sich auch im Roggenbrot, das am gesündesten ist.

 

 

Mit dem Brotkonsum kommt auf uns noch eine Gefahr... das Mehl. In Korn, aus dem das Mehl gemacht wird, kommen Stärke und ihre biologische Umhüllung vor – die Hülse. Die Substanzen aus der Hülse ermöglichen unserem Organismus die Aufnahme von Stärke; daher befinden sich im ungereinigten Mehl, in dem auch Kornhülsen vorkommen, auch die Vitamine der Gruppe B, PP und F. Im gereinigten Mehl ist das Korn ohne Hülsen, was nicht nur auf den Nährwert einwirkt, sondern auch zu Verdauungsschwierigkeiten führtrt. Um ein Stück Weißbrot zu verdauen, braucht unser Körper viele kostbare Substanzen aus dem Organismus; trotzdem wird die ganze Stärke nicht verdaut. Ihre Reste bilden eine klebrige Substanz, die in unserem Darm abgelagert wird und verursacht die Bildung weiterer Konkrementen im Blut und die Bildung von Gallensteine (7).

 

Alle uns bekannten Brotsorten werden mit Hilfe von Backhefe gemacht, die die Gärung im Darmtrakt verursachen und zur Tumorentstehung beitragen. Wenn wir Brot essen, verwandeln wir unsern Verdauungstrakt in ein „Schlachtfeld” zwischen Hefe aus dem Brot und der natürlichen Darmflora (8). Daher sollte man über ein „Austauschprodukt” für Brot nachdenken.

 

 

Allgemeine Regel:

 

· wähle nur die geringverarbeiteten Produkte

· ersetze Säure bildende Produkte duch basische oder neutrale

· denke daran, das Frühstück soll warm sein!

 

Wieso warm? Eine warme Mahlzeit am Tagesanfang erwärmt den Organismus und wird auch besser aufgenomen. Die gegenwärtigen modernen Joghurts oder Fruchtsäfte übersäuern den Organismus und kühlen ihn ab; in unserer Klimazone ist das absolut ungesund.

 

Basische Diät – womit kann man die verbotenen Produkte ersetzen:

· Zucker und Süssstoffe – Stevia

· Salz – Meeressalz

· Fleisch – Tofu und Sojaprodukte, Bohnen, Kichererbsen, Linsen

· Käse – Tofu (z. B. zu Salate, eignet sich nicht für Rezepte mit Schmelzkäse)

· Butter – Olivenöl, Leinenöl

· Eier – Sud aus Leinensamen, Tofu

· Süssigkeiten, Snacks – Nüsse

 

Grützen und Dinkel

 

Es lohnt sich das Brot oder Milchmüsli durch Grütze zu ersetzen, die ungewöhnlich viele Nährwerte hat. In Grützen sind Vitamine der Gruppe B: B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), PP (Niacin), B6 (Pyridoxin),

Folsäure und Vitamine E vorhanden. Grützen beinhalten viele Spurenelemente, hauptsächlich das Blutdruck senkende Kalium, Anämie vorbeugendes Eisen und Magnesium, das günstig auf das Nervensystem und Muskeln (inkl. Herzmuskel) wirkt. Die Grützen sind eine hervoragende Quelle für Calcium, Kupfer, Zink, Mangan und Silizium. Und vor allem haben die Grützen sehr viel pflanzliches Eiweiß (in ca. 100 g Grütze sind 10 g Eiweiß) (9).

 

Beachtenswert ist die Hirsegrütze – Glutenlos, die als einzige basich ist. Sie hat wenig Stärke, dafür große Mengen assimilierbares Eiweiß; sie hat auch die größste Menge an Vitaminen der Gruppe B: B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), und B6 (Pyridoxin), sowie Eisen und Kupfer. Sie hat eine Antivirenwirkung und verringert Entzündungen der Schleimhaut (10).

 

Gleichwertig mit ihr ist die Buchweizengrütze. Sie hat viel Eiweiß mit hohen Nährwerten – reich an Lysin und Tryptophan, die unser Organismus nicht produzieren kann. Zusätzlich beinhaltet die Buchweizengrütze viel Folsäure, Magnesium, Zink, Mangan, Kalium und Phosphor (11). Außerdem hat sie auch Silizium, das die Blutgefäße und Knochen  stärkt.

 

Dinkel ist das einzige zweijährige Getreide – auch das Gesündeste: er wird mit der ganzen Hülse geerntet, was ihn vor Verunreinigungen und den Verlust seiner Inhaltstoffe schützt. Dinkel braucht keine chemische Düngemittel; vielmehr, bei deren Anwendung gibt es kleinere Ernten. Dinkel liebt Kompost. Abgesehen von großen Mengen Zellulose und ungesättigten Fettsäuren ist er eine Quelle von Vitaminen der Gruppe B, PP und Spurenelementen: Eisen, Kalium, Calcium und Zink. Die Dinkeldiät hilft bei der Cholesterinsenkung im Blut und stärkt das Immunsystem dank der Anwesenheit des Rhodanids, das natürlichen Antibiotikum (12).

 

Mandeln.

 

Mandeln betrachten wir gewöhnlich als Zutaten zum Kuchen oder als Snack. Es lohnt sich jedoch sie bei der tätglichen Diät einzuschliessen. Sie sind nämlich eine reiche Quelle an Nährsubstanzen. Sie beinhaltenungesättigte Fettsäuren, Magnesium, Kupfer, Zellulose und Tocopherolen. Dank dieser Inhalte wirken die Mandeln sehr günstig auf das Kreislauf- und Gefäßsystem, sie senken den Cholesterinspiegel und verhindern Gewichtszunahme. Mandeln zeichnen sich durch einen hohen Gehalt von Arginin aus – Aminosäure, die ein Bestandteil von Carnitin ist und der Muskeleffizienz hilft. Sie beinhalten auch Antioxydanten (diese bekämpfen freie Radikale).

 

Eine Standardportion (28 g) Mandeln liefert:

 

·            Vitamin E (36,4% des täglichen Bedarfs),

 

·            Mangan (36,0% des täglichen Bedarfs),

 

·            Magnesium (19,5%),

 

·            Kupfer (16,0%),

 

·            Zellulose(13,2%),

 

·            Riboflavin – Vitamin B2 (13,5%),

 

·            Eiweiß (12,1%).

 

Eine Mandelportion (28 g) hat 164 Kalorien, die aus Fett kommen; allerdings sind es vor allem ungesättigte Fette. So eine Mandelportion kann sehr gut eine Mahzeit ersetzen – als zweites Frühstück oder Vesper.

 

Die Mandeln und andere Nüsse wurden bisher wegen ihres Fettgehalts nicht empfohlen. Neueste Untersuchungen beweisen jedoch, dass der Mandelkonsum einen positiven Einfluss auf das Herz- und Gefäßsystem hat. Sie senken den Cholesterinspiegel von LDL (s.g. schlechtes Cholesterin) und gleichzeitig steigern sie den Spiegel von HDL (s. g. gutes Cholesterin) (13).

 

Am besten ist es, frische Mandeln zu kaufen und sie zu Hause zubereiten.

·         Frische Mandeln – Vorbereitung: frische Mandeln mit Wasser für 12 Stunden übergiessen, danach von der Schale befreien und zermahlen; auf diese Art und Weise werden sie am besten durch den Organismus aufgenommen. 

 

Hanfsamen

 

Einige von uns wissen es sicher nicht, dass die eiweißreichste Quelle in der Pflanzenwelt die Hanfsamen sind. Das Hanfeiweiß wird durch den Organismus besser assimmiliert als Sojaeiweiß. Die Hanfsamen beinhalten auch sehr viele wertvolle Inhaltsstoffe: Vitamine der Gruppe B, Vitamin E, Calcium, Kalium, Phosphor und Eisen. Ein Drittel des Sameninhalts sind Kohlenhydrate, vor allem Zellulose, die die Verdauung regeln. Sie sind reich an s. g. „guten Fetten”, anders gesagt, an ungesättigten Fettsäuren (14). Daher haben sie ein wohltuenden Einfluss auf den Organismus: sie spüllen das Cholesterin aus den Venen, dadurch wird das Herzinfarktrisiko und Sklerose verhindert, helfen Hautkrankheiten zu bekämpfen und wirken der Tumorenstehung entgegen (15).

 

Hanfsamen haben einen angenehmen nussigen Geschmack; man kann sie roh essen, z. B. auf Stullen streuen, als Zulage zum Salat oder Müsli; man kann sie beim Backen verwenden oder zum Kochen.

Man kann auch eine Handvoll Hanfsamen (ganz oder schalenlos) mit Früchten oder Säften mixen.

 

Gesundes (und nicht banales) Frühstück

 

Woraus besteht ein gesundes Frühstück? Vor allem sollte man gleich nach dem Aufstehen ein Glas ziemlich warmes Wassers trinken – dadurch wird unser Verdauungssystem auf sanfte und allmähliche Weise „aktiviert”. Warmes Wasser soll man auch während des Tages trinken – es stillt den Durst und spüllt aus dem Organismus die  Schadstoffe herraus.

 

Beste Grundlage für das Frühstück wird eine Grütze – Hirse- oder Buchweizengrütze, eventuell auch Dinkelflocken. Wir können das Essen mit Hanfsamen, Wallnüssen oder Mandeln bestreuen (Achtung: die Nüsse und Mandeln vorher im Wasser 12 Stunden einweichen – so werden sie besser aufgenommen).

 

· die Hirsegrütze kann man aufkochen oder im gekochten Wasser (ohne zu Kochen)  eine halbe Stunde quellen lassen,

 

· die Buchweizengrütze kochen wir 12-15 Min., die Zugabe einer großen und zerhacken Zwiebel ist vorteilhaft,

 

· die Zubereitung von Dinkelflocken dauert etwas länger: auf 3 Becher Wasser geben wir 1 Becher Dinkelflocken und kochen sie ca. 40 Minuten.

 

Guten Appetit!

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