Die Vorteile aus der Lebensfreude

Am meisten denken wir, dass die Freude zu uns von außen kommt. Die Freude ensteht aufgrund der positiven Ereignisse in unserem Leben. Da unser Leben derartige Ereignisse nicht beinhaltet, meinen wir, dass wir nicht fröhlich sind, da wir dafür keinen Grund haben. Das ist ein Fehler – die Lebensfreude ist von uns abhängig und man kann sie lernen!

 

Oft denken wir, dass wir bestimmt lebensfroh sein würden, wenn unser Leben... ganz anders wäre: wenn wir mehr Geld hätten, bessere Arbeit, könnten durch die Welt reisen usw. Wir konzentrieren uns auf

die Bestrebung, unsere Träume zu erreichen – oder, falls es unmöglich ist, meckern wir... Leider, das Opfern von gegenwärtiger Zeit für die zukünftige Freude führt zur ewigen Unzufriedenheit und Frustration.

Unzählige Untersuchungen bewiesen, dass obiektive Verbesserung unsere Lebenslage (vor allem der materiellen Lage) keinen Einfluss auf unsere Zufriedenheit hat. Wenn wir das erreichen, wovon wir geträumt haben, sind wir nicht glücklicher als zuvor. Wir passen uns schnell an die veränderte Situation an; um auf die gleiche Glückstufe zu bleiben, müssen wir mehr und mehr konsumieren (1).

 

Der Menschenverstand ist trotzig: wenn wir obiektiv gesehen alle Gründe haben, um glücklich zu sein, siegt unsere schlechte Gewohnheit, alles nur schwarz zu sehen. Oft sind wir unglücklich ohne richtigen Grund dazu oder wir fühlen keine Freude, obwohl wir das bekommen haben, worauf wir mit Sehnsucht gewartet haben. Wir können mit dem Zufriedenheitsmangel nicht umgehen. Wenn wir keine Freude wegen dem Eroberung empfinden, stellen wir uns ein neues Ziel, in unserem Kopf entsteht ein neuer Wunsch.

Indessen müssen wir uns zugestehen, dass das Problem nicht in der Welt, sondern in uns liegt. Solange wir unsere Denkweise nicht ändern, werden wir ewig unzufrieden bleiben. Grundlos fröhlich sein – damit soll man anfangen und die „äußerlichen” Gründe werden auch kommen!

Als fröhliche Person bilden wir Muster von positiven Reaktionen für das, was uns erwartet. Auch dann, wenn uns was Schlimmes trifft, reagieren wir konstruktiv, versuchen die beseren Seiten zu sehen. Bei der täglichen Fröhlichkeit lernen wir gleichzeitig, wie man unsere äußere Gegenwart zum Besseren ändern kann – früher oder später kommen die positiven Veränderungen in unser Leben und wir werden zufrieden sein.

 

Der Optimismus ist gesund

 

Der Stress, negative Emotionen, das Gefühl der Hilflosigkeit zieht das Unglück an und hat ein ungünstigen Einfluss auf unsere Gesundheit. Forscher, die sich mit der Psychoimmunologie beschäftigen, einer Wissenschaft, die Verbindungen zwischen sozialen und psychologischen Faktoren und ihren Einfluss auf unseren Immunsystem untersucht, betonen, wenn wir uns sogar um die Diäten kümmern, treiben Sport, verzichten auf Genussmittel und gleichzeitig aggressiv und widerwillig sind - schwächen wir durch Stress und negativer Einstellung zur Umgebung unser Immunsystem (2). Der Optimismus seinerseits bewirkt Wunder, was die Gesundheit angeht. Dr. Eva Rito, stellvertetende Vorsitzende der Abteilung für Psychiatrie und Behaviorismus an der Miami Universität, Miller School of Medicine, schreibt, dass das positive Denken die psychische Gesundheit verbessert und den Stress verringert: als Optimist ziehst du die Anderen zu dir. Das führt zu gesündere Beziehungen, größeren Erfolgen und verringert den emotionallen Stesspegel. Natürlich wissen wir, der emotionale Stress kann zu physische Krankheit führen (3). Wie wir sehen können, erkennt die gegenwärtige Medizin in höcheren Maße, dass die psychische Gesundheit zur physischen Gesundheit führt.

 

Das sind wichtigste Annahmen der Psychoimmunologie:

 

unsere Gedanken und Gefühle beinflussen dank den biochemischen Prozessen und Hormoneinwirkungen die Funktionen unseres Organismus; mit unserer Psychik sind besonders verbunden das Immun- , Hormon- und Nervensystem,

durch die Veränderung unserer Überzeugungen können wir unsere Emiotionen beinflussen und gleichzeitig unser Immunsystem stärken,

gute Laune ist vorwiegend von den Methoden der Stressbekämpfung abhängig,

die Überzeugungsarbeit, Enstspannung, gute Diät und physische Aktivität können den Krankheitsverlauf abwenden.

Die Mehrheit von uns beherrscht wahrscheinlich nicht, die eigene Emotionen zu beinflussen. Dafür ist es jedoch nie zu spät. Die Freude kann man lernen; man braucht nur viel Konsequenz und tägiche Übungen (4.)

 

Das emotionale Gedächtnis

 

Für unsere „falsche” Einstellung, dass wir das Glas halb leer und nicht halb voll sehen, ist die Art, wie unser Gedächtnis mit Emotionen verbunden ist, verantwortlich. Emotionen treten bei uns nicht grundlos auf; sie haben bestimmte Ziele und Funktionen. Der Mandelkern, ein Bestandteil des Hirns, ist gleichzeitg ein Emotionszentrum und stark mit dem Hippocampus verbunden der für das Gedächtnis verantwortlich ist. Wenn wir Emotionen fühlen, bildet sich in unserem Hirn ein Neurotransmitter – Noradrenalin (5), wodurch der Mandelkern angeregt wird. Diese Anregung wirkt auf den Hippocampus weiter. Daher merkt sich unser Hirn besser die Informationen, die mit Emotionen erfüllt sind (6). Unser Hirn verbindet also Emotionen mit dem Gedächtnis, was uns das Merken von neuen Fakten, ihrer Bewertung und ensprechendes Reagieren vereinfacht.

 

 

Dies betrifft sowohl die positiven als auch die negativen Emotionen. Die Angst ist auf kurze Sicht auch ein „gutes” Mittel beim Merken, genauso wie Neugier und Freude. Die Angst als dauernder Reiz ist schädlich: auf lange Sicht erschwert ein Überschuss von negativen Emotionen das Merken und die Aufnahme von neuen Informationen. Unsere Reaktionen auf die gegenwärtigen Ereignisse sind durch vergangenes Geschehen beinflusst, so dass für uns schlechte Emotionen als Filter für die Gegenwart dienen. Somit sind wir uns selbst unser schlimmster Feind! Normalerweise  haben wir keinen bewussten Zutritt zu den Assoziationen, die für unsere negative Einstellung verantwortlich sind, die Angst oder der Ärger haben keine deutliche Gestalt, wir können nicht zeigen, welcher Teil unseres Gedächtnisses für die gegebenen emotionalen und somatischen Reaktionen verantwortlich ist. Daher kommt es so häufig zu grundloser Verärgerung, Reizbarkeit, innerlicher Unruhe, Aufregung – natürliche Reaktionen vieler Polen für die täglichen Sorgen.

 

Eine viel bessere Motivationsmethode ist das Verbinden des Ziels oder der Handlung mit positiven Assoziationen. Wenn du dich in Tätigkeiten, die dich im positiven Sinne bewegen engagierst, wird deine Motivation enstscheidend wachsen. Das emotionalle Gedächtnis kann ein zusätzlicher Antrieb sein, um Erfolg zu haben.

 

Positives Denken: einige Hinweise

 

Wir können bewusst die Art des Reagierens formen. Nichts ist für immer bestimmt worden: wir können unser eigener Experte für das Wecken der Motivation in uns sein. Wir müssen lernen positiv zu denken. Das gleicht nicht der Erfolgspropaganda oder dem vorgetäuschten Optimismus; vielmehr gilt es, die positiven Seiten des Lebens zu merken – es gibt viele davon, mehr als wir vermuten!

Unser Verstand ist ein bisschen wie ein Computer: er sammelt und lagert Daten. Sein Programm ist von Informationen aus der Umgebung, also von früheren Erfahrungen und deren Deutungen, aber auch von unserer Verarbeitungsart abhängig. Je mehr wir gute Informationen über uns, die Welt und die Menschen haben, desto positiver sind die Ergebnisse unserer Handlungen. Es ist sehr relevant, sich selber mit so viel wie möglich positiven Informationen über sich selbst zu beliefern, das bestätigt unsere Chanche auf Erfolg.

 

Positives Denken ist eine Wahrnehmung von positiven Aspekten aus den Ereignissen. In jeder Situation kann man etwas Positives finden – selbt wenn es eine Lehre in der „Schule des Lebens” ist. Es bedeutet, bei jedem kennen gelehrnten Menschen suchen wir nach seinen Stärken, betonen nicht seine Schwächen; die Fertigkeit in anderen Menschen die positiven Eigenschaften zu sehen und sie damit zu konfrontieren. Gleichzeitig ist es sich selber zu entdecken, bemerken und entwickeln eigener positive Seiten, Fähigkeiten und Interessen mit verbundener  Verantwortung, eigene Begabung und Fertigkeiten sich der Öffentlichkeit zu stellen.

Positives Denken verlangt zwei Sachen: erstens – der Glaube an ein positives Ergebnis unserer Handlung; zweitens – die Fähigkeit in gedanklichen und danach in physischen Prozessen, unangenehme Situationen so zu verändern, dass sie uns von Nutzen sein können. Folgende Hinweise können dabei behilflich sein:

 höre lieber den Personen zu, die Erfolg haben, als denen, die nichts geschafft haben; denke daran, dass diejenigen, die nichts erreicht haben, häufiger und lauter darüber sprechen; denke dabei daran, wieviele Personen das erreicht haben, was sie wollten.

 beschwere dich nicht und höre die nicht, die sich beschweren; sehr einfach ist, für eigene Misserfolge, andere und die Welt verantwortlich zu machen; vergifte weder dich selber noch andere mit einer negativen Einstellung zur Gegenwart; falls du über ein neues positives Ereignis berichtest, versuche so wenig wie möglich negative Ausdrücke und Bezeichnungen zu verwenden (7),

 

 bilde um dich eine positive Atmosphäre,

schaue keine Filme voll Gewalt und Aggressionen; spiele keine brutalen Computerscpiele – dadurch atmest du Portionen von negativen Emotionen ein.

 

NLP: ändere dein Programm!

 

Beim Loslassen von negativen Emotionen können auch die ausgewählten Techniken des NLP (Neuro-Linguistic Programming, Neuro-Linguistisches-Progammieren), ein Komplex von Techniken, die von dem Mathematiker Richard Bandler und dem Linguisten John Grinder (8) entwickelt wurden, der als Ziel eine Bildung und Veränderung der Wahrnehmungs- und Denkmuster bei Menschen  hatte, helfen. Wie die Verbreiter des Programms überzeugen, kann man innerhalb von wenigen Minuten seine Einstellung, Dank NLP, verändern! Ein Befürworter ist u. a. Anthony Robbins, Bestsellerautor von Selbstentfaltungsbücher (9). Das ist natürlich kein Wundermittel für alles (manche Anhänger des NLP übertreiben dessen Wirkung) – das Neuro-Linguistische-Progammieren kann bei der Zestreuung der negativen Emotionen helfen, ersetzt aber nicht das Denken und eine bewusste Zielsetzung. Wir sollten uns merken, dass die Techniken oberflächlich sind und kurzfristig helfen; sie müssen durch einen tieferen Prozess der geistigen Vervollkommnung begleitet werden.

 

Umdeutung

 

Die Umdeutung eines Kontexts beruht auf einer Veränderung des Sinns vom Negativen auf das Positive. Wenn du mit etwas Schlechtem konfrontiert wirst, was bei dir negative Emotionen hervorruft, stelle dir die Frage: In welchem Kontext könnte diese Situation/diese Handlung positiv erscheinen? Was anderes positives bedeuten? Welche positiven Aspekte kann es mit sich bringen obwohl man auf den ersten Blick  nur Unbequemlichkeiten oder Misserfolge sieht?

Diese Denkweise ermöglicht es dir, den negativen Einfluss dieses Ereignisses auf deine Emotionen zu eliminieren. Wende die Umdeutung regulär an– auf diese Weise lernt dein Verstand, dass du in jedem Moment eine Wahl der Betrachtung von jeder Situation hast (10).

 

Ich erwarte das Gute

 

Wenn du dir Ziele stellst, konzentriere dich auf die positive, nicht auf die negative Auffassung des Zustands, den du erreichen möchtest. Unser Verstand, selbst wenn wir uns dessen nicht im Klaren sind, hat eine Neigung zum automatischen Streben, die Bilder zu realisieren, die er „sieht”. Wenn wir ein gestelltes Ziel erreichen möchten, müssen wir unsere Gedanken auf ein gewünschtes Bild konzentrieren („ich bin schlank”), nicht auf ein unerwünschtes Bild („ich bin zu dick”).

 

Entspannungszustand

 

Wenn wir verärgert oder gestresst sind, ist unser Körper angespannt. Wenn wir zufrieden sind  entspannt. Der Stress meidet uns, wenn unser Körper entspannt ist.  Bist du angespannt und fühlst du dich schlecht, setz dich bequem hin, hole einmal tief Luft und entspanne deinen Körper. Dein Verstand wird folgen (11).

 

Die Änderung von Überzeugungen

 

Setzt dich heute abend an deinen Schreibtisch und schreibe auf einem Blatt Papier alle deine Überzeugungen auf, die dich beim Erreichen deiner Ziele stören. Zum Beispiel: „ich kann nicht mit Menschen reden”; „die Lehre ist schwer”; „ich kann nicht abnehmen”. Danach streiche die negativen Überzeugungen durch und schreibe daneben ihre Gegenteile auf. Denke daran, dass die neuen Überzeugungen einen positen Klang haben (nicht: „ich esse nicht viel”, sonder „ich esse wenig”). Dann:

 

1. Überlege welche Überzeugung du ändern möchtest.

 

2. Was für negative Konsequenzen lassen sich aus dem Glaube an dieser Überzeugung herleiten?

Schreibe sie auf.

 

3. Bestimme neue Überzeugung (Gegenteil der negativen).

Gib ihr eine positive Form, zum Beispiel statt „ich bin nicht gegen neue Bekanntschaften verschlossen” – „ich bin für neue Bekanntschaften offen”.

 

4. Was für positive Konsequenzen lassen sich aus dem Glauben an diese neue Überzeugung herleiten?

 

5. Überlege, was eine Person mit dieser Überzeugeung tun würde?

Stelle dir verschiedene Handlungen oder Benehmen vor. Schreibe 3 bis 4 von ihnen auf.

 

7. Wähle eine Handlung aus deiner Liste, die ein Beweis für deine neue Überzeugung wird. Überlege, wann eine diesbezügliche Situation in deinem Leben erscheinen kann; wähle konkretes Datum und Ort im Raum.

 

8. Stelle dir dich selbst in der Zukunft bei dieser Handlung vor, am gewählten Ort und zur gewählten Zeit. Nehme den Platz eines Beobachters ein, der sieht, wie  „du in Zukunft” das machst, was deine neue Überzeugung beweist.

 

9. Spule die Szene zum Anfang um. Versuche dich in der Mitte zu platzieren. Spiele die Szene als ob sie jetzt passiert. Sehe und fühle sie mit allen Sinnen, dass es tatsächlich passiert. Am Ende der Szene spreche laut und deutlich deine neue Überzeugung aus.

 

10. Wiederhole die Schritte von 7 bis 9 drei Mal und wähle jedes Mal eine andere Handlung und eine andere Zeit und Ort (12).

 

Die Vergangenheit existiert nicht

 

Es gibt Menschen, deren Leben durch schlechte Ereignisse in der Vergangenheit bestimmt sind. Je mehr sie es vergessen wollen, desto stärker kommen die Erinnerungen zurück. Sie haben einmal etwas Schlimmes erlebt und erleben es nochmal, und nochmal... ohne Ende. Währenddessen ist das alles, was du für Vergangenheit hälst, nur ihre Eintragung in deinem Kopf. Warum kümmerst du dich um etwas vergangen ist? Stelle dir diese Frage: ob das, was passierte, bestimmt etwas Schlimmes war? Was mir diese Erfahrung in meinem Leben bringen kann? Was ich daraus lernte? (13)

 

***

 

Wie man sehen kann, ist positives Denken eine Fertigkeit und kann zur Gewöhnheit werden. Es ist klar, dass die Affirmationen oder die Techniken des Neuro-Linguistisches-Progammierens allein nicht ausreichen – sie müssen ein Teil des ganzen Änderungsprozesses sein, der auf Wahrnehmung der positiven Lebensseiten eingestellt ist. Ob du die Lebensfreude fühlen wirst, oder nicht, ist nur von dir selbst abhängig! Merke dir: wenn du deinen Verstand mit Freude erfüllst, lässt du ihm keinen Platz für die Auswertung der Vergangenheit (diese existiert nicht) und für Kummer.